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 Rot-Rot-Grün: Folgen für Immobilienmarkt?
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Rot-Rot-Grün: Folgen für Immobilienmarkt?

Patrick Breuer
Geschrieben von:
Patrick Breuer
Da am 26. September die erneute Bundestagswahl bevorsteht, stellen aktuell viele Parteien ihr Programme vor. In diesem Zuge wird auch viel darüber spekuliert, welche Folgen gewisse Konstellationen der verschiedenen Parteien für Deutschland haben könnte. Eine mögliche Konstellation ist die Rot-Rot-Grün, gebildet aus Linke, SPD und Grüne. Welche Auswirkungen wird diese Konstellation jedoch für den Immobilienmarkt und Mietshausbesitzer haben?

Aktuelle Ereignisse

Die aktuellen Programmentwürfe zeigen, dass einige Veränderungen auf den deutschen Immobilienmarkt zukommen können. Die SPD fordert beispielsweise in ihrem Wahlprogramm, dass ein Mietendeckel eingeführt wird. Dies bedeutet, dass die Mieten, wie in Berlin schon eingeführt, nicht weiter steigen können. Die Folge dessen wären, dass sich Mieten nur während einer Inflation erhöhen können. Desweiteren soll eine Entfristung der Mietpreise eingeführt werden und die sogenannten Schlupflöcher sollen verschlossen werden. Die Einführung dieser Maßnahmen wäre sehr zum Nachteil von privaten Vermietern. Darüber hinaus kann es Renovierungen stoppen, die essentiell sind und es ist sehr wahrscheinlich, dass Immobilieninvestoren abgeschreckt werden. Desweiteren möchte die Partei den Mietspiegel auf acht Jahre verlängern.

Mietshaus

Die Linke hat eine ähnliche Vorstellung wie die SPD. Auch sie wollen die Mieterhöhungen stoppen und sogar die Privatisierung von Wohnraum beenden. Außerdem fordern sie, dass das Recht auf Wohnen als Menschenrecht im Grundgesetz eingeführt werden solle. Dies ist die Reaktion der Linken auf die Vervielfachung der Wohnungslosigkeit und die Unterbringung von Geflüchteten in teuren und provisorischen Unterkünften. Ihre Meinung nach fehlen 4 Millionen bezahlbare Wohnungen, die nur weiter durch die Mieterhöhung verloren gehen. Zusätzlich möchte die Partei die Modernisierungsumlage komplett abschaffen, da sie nicht dem Klimaschutz dienen würde. Die Linke verweigert eine Mieterhöhung, möchte aber weiter den Klimaschutz ausbauen und vor allem den Passivhaus-Standard in allen neu gebauten Häusern erfüllen.

Einfamilienhaus

Die Grüne ist der gleichen Meinung wie die beiden anderen Parteien, möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen. In ihrem Wahlprogramm fordern sie den Stopp bzw. die Ausbremsung der Bebauungen von Einfamilienhäusern in Ballungsräumen. Zudem fordern, wie die Linke, das Recht auf Wohnen in das Grundgesetz aufzunehmen. Ein weiterer Punkt in ihrem Wahlprogramm beinhaltet die Erhöhung der Transparenz. Ihrer Meinung nach werden viele Immobilien zur Geldwäsche genutzt.

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Ein weiter viel umstrittener Punkt ist die Vermögensteuer, die von allen drei Parteien im Wahlprogramm aufgenommen wurde. Die Vermögensteuer ist eine Substanzsteuer und wurde bereits 1952 im Deutschen Gesetzbuch verfasst. Das Gesetz wurde das letzte Mal 1966 erhoben und hat zu dieser Zeit eine Summe von 9 Milliarden DM erbracht. Alle drei Parteien fordern nun die erneute Durchführung der Vermögensteuer, da sie so mehr Geld einfordern möchten. Ein laufender Vorschlag ist, dass natürliche, ebenso wie juristische Personen, ab einem Nettovermögen von 2 Millionen Euro einen Steuersatz von 1% abgeben müssen. Bei höheren Nettovermögen kann dieser Steuersatz sogar bis auf 2% steigen.

Die Folgen, die bei einer Rot-Rot-Grünen Koalition auf den deutschen Immobilienmarkt zukommen könnten, sind schwerwiegend. Viele Menschen werden sich wahrscheinlich nach diesen Einführungen leicht aus dem Immobilienmarkt herausnehmen. Die Investition in Immobilien wird weniger attraktiv werden.

Zudem konnte auch schon die letzten Monate beobachtet werden, was durch einen Mietendeckel passiert. In Berlin ist in dieser Zeit die Zahl der angebotenen Mietwohnungen fasst um die Hälfte gesunken. Zusätzlich gaben viele Vermieter ihre Wohnung auf, was für Wohnungssuchende eine zusätzliche Belastung darstellte. Während die Zahl der angebotenen Mietwohnungen sank, ist das Angebot des Verkaufs von Eigentumswohnungen um 30% gestiegen. Schlussendlich wurde der Mietdeckel am 15.04.2021 vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärt, was eine klare Aussage zum Mietdeckel sein sollte.

Abzuwarten sind die Bundestagswahlen im September und welche Parteien die neue Koalition in Deutschland bilden werden.

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