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Entlastungspaket - die Kostenfalle für Immobilieneigentümer?

Entlastungspaket - die Kostenfalle für Immobilieneigentümer?

Patrick Breuer
Patrick Breuer
Erstellt am
3.2.2022
Lesezeit
4 Min
Am 23.03.2022 hat die Regierung ein Entlastungspaket aufgrund der stark steigenden Energiekosten vereinbart. In diesem Entlastungspaket finden sich ebenfalls viele relevante Maßnahmen für Besitzer von Häusern, Eigentumswohnungen oder Mehrfamilienhäusern. Es drohen hohe Kosten bei zukünftigen Sanierungen von Heizungen. Lesen Sie daher genau auf was Sie jetzt achten müssen.

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Das neue Entlastungspaket vom 23.03.2022 und die Auswirkungen auf Mietshäuser

Die Bundesregierung hat über ein neues Entlastungspaket beraten und dieses am 23. März 2022 verabschiedet.
Die Beschlüsse der Bundesregierung sind die ersten Maßnahmen aufgrund der Auswirkungen des aktuellen Angriffskriegs von Putins Russland auf die Ukraine. Ziel sind Entlastungen für die breite Masse. Doch sind die Entlastungen für Immobilienbesitzer nicht eher Belastungen?

Wir beschäftigen uns in diesem Artikel mit den folgenden wichtigen Fragen:

Ausgangslage

In den vergangenen Wochen sind u.a. die Energiepreise aufgrund der Abhängigkeit zu Russland sprunghaft angestiegen und haben die Inflation weiter steigen lassen. Die Auswirkungen sind bei Verbrauchern im Portemonnaie deutlich sichtbar und sorgen für große Belastungen. Daher sah sich die Bundesregierung zum Handeln gezwungen. Die Regierung bezweckt mit dem neuen Paket Entlastungen für den Verbraucher und die Reduzierung der Abhängig von russischen Energiequellen.

Lesen Sie dazu auch unsere anderen relevanten Ratgeber: 

Welche Beschlüsse hat die Bundesregierung im Entlastungspaket beschlossen?

Der Koalitionsausschuss hat weitreichende Erleichterungen beschlossen, dazu zählen u.a.

Neues Entlastungspakt der Regierung
Das Entlasstungspaket der deutschen Regierung
  1. Einmalige Energiepauschale von 300 EUR für Angestellte
  2. Energiesteuer auf Kraftstoffe soll für drei Monate gesenkt werden
  3. Vergünstigte Tickets für den öffentlichen Nahverkehr
  4. Einmalzahlungen für Familien mit Kindern in Höhe von 100 EUR pro Kind
  5. Einmalzahlungen für Empfänger von Sozialhilfe
  6. Einleitung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Immobilien

Dabei trifft insbesondere der letzte Punkt Immobilienbesitzer und bringt weitreichende Folgen mit sich. Auch wenn das Thema bereits im Koalitionsvertrag behandelt wurde, gab es bisher noch keine intensiveren Bemühungen, die Energieeffizienz anzugehen. Das ändert sich jetzt.

Welche Maßnahmen wurden genau für Immobilienbesitzer beschlossen?

Die beschlossenen Maßnahmen sind u.a. die Folgenden:

Energie ineffzientes Haus
Besonders betroffen sind Häuser und Mehrfamilienhäusern

Diese Beschlüsse üben daher zunehmend einen stärken Fokus auf die Energieeffizienz von Mehrfamilienhäusern und Mietwohnungen aus. Auch wenn bereits viele der Maßnahmen bekannt waren, so kommt die Einführung nun deutlich schneller. Besonders der erste Punkt ist für viele Immobilienbesitzer eine Maßnahme mit weitreichenden Folgen und setzt laut vielen Experten die falschen Anreize.

Was bedeutet das für mich als Besitzer von Immobilien?

Nun zunächst wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen, wie genau diese Maßnahmen umgesetzt werden sollen und wie intensiv Besitzer von Mietshäusern betroffen sein werden. Es lässt sich aber bereits jetzt sagen, dass die Kosten für Sanierungen und die Baupreise noch weiter steigen werden. Daher werden die Bewertungsabschläge für sanierungsbedürftige oder normal ausgestattete Wohnungen voraussichtlich höher ausfallen.


Ist es das Ende der Gasheizungen?

Politiker sprechen dabei bereits vom ‘Ausstieg aus der Gasheizung’. Eine äußerst interessante Aussage, da in Deutschland ca. 50 Prozent aller Wohnungen noch mit Erdgas beheizt werden. Wir reden also von ca. 20 Millionen Wohnungen (Quelle). Gasheizungen werden also mit diesen Beschlüssen zukünftig sehr unbeliebt und sorgen bei der Bewertung von aktuellen Immobilienpreisen nicht für Freudensprünge auf Seiten der potenziellen Immobilienkäufer. Dies gilt insbesondere für ältere Gasheizungen, welche in den letzten 10 bis 30 Jahren nicht saniert worden sind. In jedem Fall gilt es zu überprüfen, welche Alternativen zur Gasheizung Sie für Ihre Immobilie haben. Je nach Wärmequelle muss diese erschlossen werden. Eine Erschließung kommt in jedem Fall mit erheblichen Kosten, je nach örtlichen Gegebenheiten. Zusätzlich kommen die Mehrkosten bei der Installation der Heizung.

Offen ist derzeit noch, ob es weitere Förderungen geben wird und wie ein Umbau für Immobilien in Milieuschutzgebieten oder unter Denkmalschutz stehende Mietshäuser aussehen kann. Dies ist vielmals noch kostenintensiver und teilweise nicht möglich oder wirtschaftlich tragbar.

Haus Sanierung Kosten
Die Sanierungskosten werden steigen

Empfehlung von Mietshausverkaufen:

“Überprüfen Sie das Alter Ihrer Heizung genau und sprechen Sie mit einem Experten zu möglichen Sanierungen. Lassen Sie darüber hinaus Ihre Immobilie von einem Experten bewerten.”

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Teilwarmmiete – das klingt nach viel Aufwand!

Wichtig für Eigentumsbesitzer sind ebenfalls die Prüfungen und Vorkehrungen zur sogenannten Teilwarmmiete. Die von der FDP geforderte Struktur sieht vor, dass Mieter und Eigentümer sich zukünftig die Zahlung für den Wärmeversorger aufteilen. Demnach sollen in der Kaltmiete bereits anteilig Kosten für die Heizung enthalten sein. Der Eigentümer der Wohnung ist dann verpflichtet, die Grundversorgung mit Wärme sicherzustellen. Steigen die verbrauchsabhängigen Kosten über die Basisversorgung, so kommt der Mieter für diese Kosten auf.

Im Zuge des Entlastungspakets sollen nun Vorkehrungen für die Teilwarmmiete für Mehrfamilienhäuser und andere Wohnobjekte, welche die Mindestenergiestandards nicht erfüllen, getroffen werden. Wie diese Vorkehrungen aussehen und welche Aufgaben auf Sie als Besitzer des Hauses warten, bleibt offen. In jedem Fall werden weitere Aufgaben auf Sie in der Verwaltung Ihrer Immobilie zukommen, sofern die Einführung der Teilwarmmiete durchgesetzt wird.

Fazit

Die Maßnahmen der Bundesregierung sollen in erster Linie zur kurzfristigen Erleichterung bei aktuell stark steigenden Kosten beitragen. Viele dieser Erleichterungen sollten keine signifikanten Auswirkungen für Sie als Immobilienbesitzer haben. Das Entlastungspaket umfasst jedoch auch die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen, russischen Brennstoffen. Hier werden Belastungen und Aufwände für Sie als Mietshausbesitzer zukommen. Die Sanierung von nicht effizienten Gebäuden muss nun deutlich früher geplant werden und wird teurer ausfallen als noch vor einigen Jahren.

Darüber hinaus droht die Einführung der Teilwarmmiete. Diese wird Ihnen mehr Verwaltungsaufwand einbringen und möglicherweise auf die Rendite drücken (je nach Ausgestaltung).

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